Neuigkeiten


Großzügige Spende von der Deutschen Bank

Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende von 900€, die durch das Team der Deutschen Bank Filiale in Gütersloh zustande gekommen ist. Die Spende wurde von unserem Vereinsmitglied und Mitarbeiterin der Deutschen Bank, Sabine Kurock-Sprenger, und von Heike Vahle, stellv. Vorsitzende des Odissa- Charles Vereins, am 10. Juli entgegengenommen.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team der Deutschen Bank Filiale in Gütersloh!

Deutsche Bank fördert gemeinnütziges Projekt

Deutsche Bank fördert gemeinnütziges Projekt


Einladung zum Informationsabend

Wir laden Euch herzlich ein zu unserem Informationsabend:

Freitag, den 14. Juni

im Amalthea-Theater (Jühengasse 10, Paderborn)

18- 20 Uhr Zeit zum Ankommen & Austauschen (Getränke erhältlich)

20 Uhr Vortrag zur aktuellen Arbeit des Odissa- Charles- Vereins

außerdem Vorstellen des Birungi- Projekts

Special Guest: Faustine aus Uganda

 


Besuch bei meinem Patenkind in Uganda

Seit ein paar Jahren sponsern wir einen Jungen, den ich gerne persönlich kennenlernen wollte. So kam ich im Herbst 2017 zum ersten Mal nach Uganda. Es hat mich so berührt, dass ich im Herbst 2018 erneut geflogen bin. Beide Male verbrachte ich 14 Tage im Gästehaus von Anne.

Im Grunde bin ich also schon vorher aktives Mitglied im Odissa Charles e.V. gewesen, durch meinen Aufenthalt wurde ich aber gleichzeitig Teil des Birungi-Projektes von Anne. So schlug ich quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Das eine ist aber keine Voraussetzung für das andere. Vor Beginn meiner Reise wurde ich gefragt, wie ich denn helfen würde, wenn ich dort sei. Darüber hatte ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken gemacht, bringe ich doch keine konkreten Fähigkeiten mit, mit denen man das Leben vor Ort sichtbar ‚verbessern‘ könnte. Aber tatsächlich ist es so, dass man sich einfach als Mensch einbringen kann. So habe ich vormittags im Kindergarten geholfen und die Lehrer unterstützt. Es ist für alle Kinder eine wahre Wohltat, wenn sie einzeln gefördert, beachtet und gesehen werden. Dafür braucht es keine pädagogische Ausbildung, nur ein großes Herz! Und das fließt einem angesichts dessen, was man an Freude zurückbekommt, sowieso über!

Auch ein paar Vereinsaufgaben habe ich übernommen und versucht, Anne bei ihren so vielfältigen Tätigkeiten ein bisschen zu unterstützen. Das Schöne ist, dass jeder nur genau so viel macht, wie er möchte. Und wenn man gerne auf der Terrasse sitzen mag mit einem Buch, dann ist auch das völlig in Ordnung. Man kann einfach ‚sein‘.

Und selbstverständlich habe ich unseren Patensohn Lawrence kennengelernt! Unsere erste Begegnung war sehr bewegend, natürlich waren wir beide verunsichert, aber das hat sich schnell gelegt. Mittlerweile tauschen wir uns auch über Briefe und WhatsApp-Nachrichten aus und halten Kontakt, sodass ich ein bisschen an seinem Leben teilhaben kann. Ich werde manchmal gefragt, ob das Ganze denn nachhaltig sei und ob es eine Garantie gäbe, dass aus dem Jungen ‚etwas würde‘. Aber das steht für mich nicht zur Diskussion. Das Sponsoring hat sein Leben eindeutig verbessert, er hätte sonst kaum Zugang zu Bildung und würde unter fraglichen Bedingungen leben. Was er schließlich daraus macht, das haben wir nicht in der Hand.

Ich könnte noch viel schreiben, über das schöne Land, über die Freundlichkeit der Menschen, die liebevolle Aufnahme durch alle Mitarbeiter, die kleine Oase, die Anne geschaffen hat für Mensch und Tier, aber eigentlich muss man es selbst erleben! Und ich wünsche mir sehr, dass ich 2020 wieder eintauchen kann in dieses Leben – dann hoffentlich mit meinem Mann, damit er es selbst spürt und erlebt.

Die beiden Reisen haben viel verändert. In mir, meiner Einstellung, auch bei meiner Familie, die zwar alles nur vom Hörensagen kennt, und sogar im Freundeskreis. Diese Erlebnisse ziehen Kreise und reißen andere mit! Vielleicht auch jemanden, der diese Zeilen liest!

Vielen Dank, meine liebe Anne!

Sabine


Computerkurs – Ferienprogramm für die Großen

Wie bei den Kleinen ist bei den Großen genau dasselbe Problem, dass die Ferien über Weihnachten und den Jahreswechsel zu lang sind. Zwar sind dies die großen Ferien, doch vor allem die älteren Kinder haben oft schon ab Mitte November Ferien, weil sie z.B. die Grundschule nach 7 Jahren beenden oder auch, weil die Schulen / Internate kein Essen mehr haben. Los geht es dann erst wieder irgendwann im Februar mit dem neuen Schuljahr.

Dann werden die Jugendlichen nach Hause geschickt und „hängen“ rum oder sie machen harte Feldarbeit, rösten Fisch und verkaufen ihn auf dem Markt und ähnliche Dinge. Der Zustand der Jugendlichen verändert sich in den 2-3 Monaten und oftmals verwahrlosen sie zusehends, je nach dem aus welchem Milieu sie kommen.

Doch auch in Jinja ist das Computerzeitalter schon angekommen. Es gibt Internet Cafés und die Faszination ist dort mindestens so groß wie bei uns: Computerspiele, Smartphones, mit einem Laptop umgehen können und vor allen Dingen im World Wide Web surfen zu können. Diesen Zugang zur Welt zu haben, halten wir für sehr wichtig und sinnvoll.

Es gibt vor Ort die Organisation IRENE, die Computerkurse anbietet, die oft von jungen, deutschen Freiwilligen durchgeführt werden. Diesen Kurs besuchen im „Winter“ 2018/2019 8 unserer großen Kinder zwischen 13 und 19 Jahren.

 


Holiday Club – Ferienprogramm für die Kleinen

In Uganda hat das ganze Land seine großen Ferien im November und Dezember. Alle Kinder aus den Internaten reisen Ende November nach Hause, Tagesschulen und Kindergärten schließen und selbst Waisenhäuser schicken teilweise die Kinder über Weihnachten nach Hause zu Verwandten und Bekannten – kurz um: die Kinder haben Pause bis Februar.

Und das ist das Problem daran, denn etwas zu tun gibt es nicht, in die Ferien fahren ist finanziell unmöglich und noch nicht im Denken der Gesellschaft verankert, Verwandte müssen weiterhin arbeiten und viele Kinder und Jugendliche sind sich selbst überlassen.

Wenn die Kinder nach so einer langen Zeit zurück zur Schule gehen oder wieder in den Kindergarten kommen, fangen wir gefühlsmäßig bei Null an.  Das Benehmen hat sich verändert, die Kinder sind unpünktlich, oft krank mit Pilzbefall oder Würmern.

Um die Kinder und Jugendlichen versorgt zu haben, kam mir die Idee des Holiday Clubs. Der Kindergarten ist geöffnet von 8 bis 12 Uhr inklusive eines Frühstücks. Es dürfen Kindergartenkinder, die Kinder aus unserem Waisenhaus und natürlich auch andere Vereinskinder unter 10 Jahren kommen.

Das Angebot wird von unseren Erzieherinnen durchgeführt, aber was noch viel schöner ist, dass 2 sehr engagierte deutsche Masterstudentinnen vor Ort sind, die sich ein vielfältiges Angebot für den Holiday Club in der Weihnachtszeit 2018 überlegt haben: es gibt kreatives Arbeiten, Olympische Spiele, Kochen und Backen, Obstsalat machen, Puzzle und Lego spielen, die Puppenecke genießen können und vieles, vieles mehr.

Was unsere „Großen“ während dieser Zeit machen, ist im Artikel Computerkurs nachzulesen…


Edith-Stein-Berufskolleg veranstaltet Spenden-Tombola

Am Tag der offenen Tür im November 2018 haben die Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Berufskollegs in Paderborn eine Tombola zugunsten des Odissa-Charles-Vereins veranstaltet.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler in einem Vortrag von unserem Vereinsmitglied Vanessa Morris viel über unsere Vereinsarbeit erfahren hatten, konnten sie mit selbstgestalteten Plakaten auch den Besuchern am Tag der offenen Tür unsere Vereinsarbeit näher bringen.

Bei der Tombola sind durch Losverkäufe sagenhafte 700€ zusammen gekommen, die nun direkt vor Ort in Uganda eingesetzt werden können.

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses großartige Engagement!


Was es für ein Kind bedeutet, einen sicheren und freundlichen Platz zu haben

In einem Entwicklungsland wie Uganda sind kinderfreundliche Orte noch sehr rar. Ein sicherer Ort, an dem sie sein dürfen, keine Bedrohung erfahren, keine Ängste haben müssen, keine Verantwortung tragen müssen, nicht angeschrien oder geschlagen werden, nicht missbraucht oder misshandelt werden.

Und auch wo etwas geboten wird: nämlich Ruhe und Frieden, mit Spielzeug spielen und es entdecken, egal ob das Kind schon 16 Jahre alt ist oder erst 3 Jahre alt, Duplo und die Puppenecke, die kleine Autogarage oder Hüpftiere, die Schaukel und die Rutsche, das Herumtollen mit den Hunden und das Kuscheln mit den Katzen…

Im sicheren Rahmen den Umgang mit den lieben Haustieren lernen, sie zu füttern und bürsten, schmusen und entdecken wie das Verhalten der Tiere ist. Bücher können gelesen werden und das ganz Besondere ist, dass es genügend Kreativmaterial gibt um zu schneiden und zu kleben. Zur Weihnachtszeit stellen wir bunte Kisten her als Geschenkebox und zu Ostern malen wir Eier an. Ab und an werden englische Zeitschriften mitgebracht, die die Jugendlichen unendlich lieben! Mode und schnelle Autos, Fußball und Königshäuser – in der ganzen Welt Lieblingsthemen für Teenager.

All das biete ich den Kindern auf meiner Veranda und bei Regen in meinem Haus. Es ist immer wieder unglaublich, wie die Kinder sich entspannen und mit der Zeit Zutrauen fassen und sich Gespräche untereinander entwickeln , aber auch mit mir oder Vereinsmitgliedern als Vertrauensperson Kontakt gesucht wird. Während der Regenzeit kuschelig im warmen Haus zu sitzen mit Kerze an und Kekse futtern, auch mal einschlafen dürfen…gemalte Bilder aufhängen zu dürfen oder es einzupacken für zu hause.

Das macht die Kinder glücklich und auch für uns sind es pure Momente des Glücks!

von Anne Grothe im September 2018


Raus aus dem Alltag, rein in den Pool!

Als ich 2009 meinen Odi ( Odissa Charles ) kennenlernte und seine verbrannten Füße abgeheilt waren (s. Über uns), starteten wir mit dem Badevergnügen. Ich selbst bin sozusagen im Freibad groß geworden und kann mir bis heute für Kinder bei Sonnenschein nichts Schöneres vorstellen als das kühle Nass zu genießen, ins Wasser zu springen (mit den besten „Arschbomben“-Techniken), sich treiben zu lassen im Reifen, zu tauchen, Wettschwimmen zu veranstalten und sich in der Sonne zu aalen.

Odi nahm oft seinen besten Freund Alex und dessen kleine Schwester mit, so konnte ich direkt 3 Kindern das Schwimmen beibringen. Im Laufe der Jahre kamen mehr Kinder dazu, auch schon mal Jugendliche und einige Erwachsene. Fast alle unserer geförderten 40 Kinder können schwimmen und alle können sich über Wasser halten. Vorsichtig fange ich dabei mit dem Babybecken und Schwimmflügeln an. Da ist es warm und es ist möglich auf den Treppenstufen nur die Füße baumeln zu lassen. Das können auch schon 2-jährige, wenn sie nur in Ruhe gelassen werden und ihren eigenen Zugang zum Element finden dürfen.

Schwimmen ist in Uganda trotz der Nähe zum Victoria-See nicht „normal“, es gibt oft keine Möglichkeiten schwimmen zu lernen und die Angst der Erwachsenen überträgt sich allzu oft auf die Kinder. Wir haben das große Glück, dass es in Bukaya den Pool der Kingfisher-Safari Lodge gibt, den wir gegen einen Eintrittspreis nutzen dürfen. Ich bin überglücklich fußläufig zu wohnen und dort vom ganzen Team immer willkommen zu sein. Natürlich lernen unsere Kinder sich vor dem Schwimmen zu duschen, haben Badekleidung an und ab und zu gibt es mal eine Soda (=Limo).

Es hat sich glücklicherweise so ergeben, dass unsere Vereinsmitglieder das Schwimmen finanziell unterstützen und sehr, sehr gerne selbst mit den Kindern im Wasser herumtollen. Das bringt Nähe und die Kinder verlieren ihre Scheu vor den Erwachsenen. Für uns Europäer ist es völlig selbstverständlich, dass ein Kind einem antwortet oder seine Meinung sagt – hier jedoch nicht! Beim Spiel und Spaß aber ist so nach und nach viel zu erfahren, die Kinder verlieren ihre Scheu, lachen und dürfen einfach Kind sein.

Das Herz geht mir auf, wenn ich sehe, dass es die gleichen Entwicklungen wie mit unseren Kindern sind – wenn sie nur die Chance bekommen, wenn sie sich frei und angenommen fühlen und der Druck genommen wird.

Unsere älteren Kinder im Teenageralter räkeln sich in der Sonne, schauen ihren Körper im Spiegel der Umkleide an und „hängen“ auch rum und erzählen dummes Zeug ( wie wir Erwachsenen gerne sagen ).

Es ist herrlich den Kindern diese Freude zu bereiten!

Gedanken von Anne Grothe im September 2018


Aus dem Leben einer Wohltäterin

Warum Anne Grothe in Uganda mehrere Hilfsprojekte gestartet hat und ihr Leben in Abschnitten von zehn-Jahreszeiten plant

Wer Anne Grothe besuchen will, muss einfach dem Engel folgen, der auf ihrer Fensterbank sitzt. Sie wohnt in einem süßen Puppenhaus und man spürt, dass alle Möbel und Gegenstände eine kleine Geschichte erzählen. Wir trinken Tee und Kaffee aus kleinen zierlichen Sammeltassen und es macht Spaß, sie dauernd nachfüllen zu lassen, weil sie nach einem Schluck schon wieder geleert sind. Anne Grothes Tochter Lara hat Kirsch-Marzipan-Tartelettes gebacken. Kleine belegte Mürbeteig-Tortenboöden, die nicht nur gut schmecken, sondern auch entzückend aussehen.

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[„Neue Westfälische, 2./3. Juni 2018. Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.“ – Link zu NW]


Zaina hat Zahnweh

Unsere Jahrespraktikantin im Birungi Kindergarten hatte eine geschwollene linke Gesichtsseite. Auf Nachfrage gestand sie mir schon seit Weihnachten Zahnweh zu haben.

Und es war mittlerweile Feburar 2018.

Doch warum ging sie nicht zum Zahnarzt, der in der nächstgelegenen Stadt Jinja vorhanden war?

Weil der Zahn gezogen wird!

Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden, da die junge Frau mit ihren 19 Jahren doch noch alle Zähne behalten sollte.

Daraufhin folgten 3 Besuche hintereinander beim Zahnarzt um den Zahn zu füllen und er war gerettet. Der Odissa-Charles- Verein hat die Kosten von umgerechnet 16€ gerne übernommen.