Kinder brauchen Beständigkeit für eine gesunde Entwicklung! Leider gehört Beständigkeit aber nicht zur Lebensrealität vieler ugandischer Familien. Väter, die vor ihrer Verantwortung davonlaufen, Armut, chronische und akute Krankheiten und auch Alkoholprobleme sorgen dafür, dass Kinder abgeschoben und oft jahrelang als „unwillkommene Gäste“ in der Verwandtschaft oder Nachbarschaft herum gereicht werden. Als Verein unterstützen wir die Entwicklung und Bildung von bedürftigen Kindern. Die Grundvoraussetzung ist aber eine sichere, gewaltfreie Unterbringung – und sei sie auch noch so ärmlich. Weiterlesen »
Neuigkeiten
Aus der Armut an die Uni – Wir freuen uns über unseren ersten Studenten!
Manchmal ist es ein unscheinbares Schriftstück, das unbändige Freude auslöst. So ging es uns, als Stefan uns seine Anmeldung für das Studium in Kampala zeigte! Wer die Lebensumstände in Uganda ein wenig kennt, wird unsere Begeisterung sicherlich uneingeschränkt teilen können.
Stefans alleinerziehende Mutter Christine bemüht sich sehr, ihre Familie durch den Verkauf von Räucherfisch zu ernähren. Trotz ihrer Armut hat sie, zusätzlich zu den fünf eigenen Kindern, vier notleidende Kinder aus der Verwandtschaft aufgenommen. Wo selbst das Essen manchmal knapp ist, ist es geradezu utopisch, Geld für den regelmäßigen Schulbesuch aufbringen zu können. Der Weg für Kinder aus derart armen Verhältnissen führt bei Mädchen oft in frühe (Zwangs)Ehen und bei Jungen in schlecht bezahlte Gelegenheitsjobs oder in die Kriminalität.
Auf Christines Redlichkeit können wir uns seit vielen Jahren verlassen. Deshalb unterstützen wir sie nach Kräften und finanzieren die Schule bzw. Ausbildung von fünf Kindern; darunter auch Odi, der Namensgeber unseres Vereins. Ein Engagement, das inzwischen zu erfreulichen Erfolgen führt. Weiterlesen »
„Wundertüte“ Vorstandsarbeit – Zwischen Krisenmanagement, Sozialarbeit und Finanzcontrolling
Die Arbeit des Vereinsvorstandes ist nicht nur sehr vielschichtig, sondern auch zeitintensiv und insbesondere in Krisen eine regelrechte „Wundertüte“. Das zeigten die Rechenschaftsberichte der Vorständinnen im Rahmen der Odissa-Charles e.V. Jahreshauptversammlung im August 2022 eindringlich.
„Vorstandsarbeit? Dafür stelle ich mich gerne zur Verfügung!“, dachte eine der heutigen Vorständinnen vor 2 Jahren, „schließlich ist der Vereinszweck überzeugend, die finanzielle Basis durchweg solide und die Mitgliederversammlungen verlaufen konstruktiv.“ Der erwartete Arbeitsaufwand schien mit zwei Mitgliederversammlungen pro Jahr und ein paar Vorstandssitzungen gut machbar. Soweit die Theorie!
Meeting-Marathon – Der Langstreckenlauf durch die Krise
Hoffnungsfroh startete der im Sommer 2020 neu gewählte Vorstand. Zwar befand sich Uganda in einem strengen Lockdown, aber bis zum Ausbruch der Corona Pandemie waren die Vereinsaktivitäten sehr gut verlaufen: Weiterlesen »
Patenschaften – Unternehmen und Teams zeigen Herz
Patenschaften sind eine wichtige Säule, für die Versorgung und Ausbildung von Kindern in einem Land wie Uganda. Sie werden oft von Privatpersonen übernommen. Aber auch ganze Firmen, Bürogemeinschaften, Praxisteams etc. können Paten werden. So zum Beispiel bei Trisha und Edmond, die bereits seit einigen Jahren auf die Unterstützung eines kompletten Unternehmens bzw. einer Krankenhausstation vertrauen können.
Bildung fördern, Not lindern, Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit helfen; es gibt viele Gründe für Unternehmen oder Teams, sich gemeinschaftlich zu engagieren. Als Team eine dauerhafte Patenschaft für ein Kind zu übernehmen, ist eine gute Möglichkeit, über die alltäglichen Aufgaben hinaus, ein gemeinsames und sinnstiftendes Ziel zu verfolgen. So empfinden es auch die Kolleg*innen einer Station des Brüderkrankenhaus St. Josef und des ime Institut für Management Entwicklung.
Team Trisha: Sponsoring ist mehr als ein Dauerauftrag
Bildung ist das Kernthema des Unternehmens ime Institut für Management Entwicklung. Weiterlesen »
Große Libori-Spendenaktion der Jubelhennesse ermöglicht dringende OPs

Libori ist eines der größten und ältesten Volksfeste Deutschlands. Vor allen Dingen ist es aber ein Fest, das die Herzen der Menschen weit öffnet. Das durfte unser Verein zum Libori-Abschluss dank einer Spendeninitiative der Jubelhennesse in eindrucksvoller Weise erfahren.
Die sogenannten Jubelhennesse in ihren rot-goldenen Kostümen sind eine feste Größe im Libori-Geschehen. Sie sorgen für den reibungslosen Ablauf am beliebten Bierbrunnen, der täglich von einem bunten Unterhaltungsprogramm begleitet wird. Bereits 2021 haben die Jubelhennesse während der pandemiebedingten Libori Light Version ihre Aufwandsentschädigung an den Odissa Charles Verein gespendet und eine zusätzliche Sammelaktion gestartet. Umso erfreuter waren wir, dass das engagierte Bierbrunnen-Team auch in diesem Jahr für die Menschen in Uganda spenden und sammeln wollte.
Bühne frei für den Odissa-Charles-Verein
Die Jubelhennes-Initiative zum 50-jährigen Jubiläum des Bierbrunnens erzielte nicht nur eine beeindruckende Spendensumme für bedürftige Menschen in Uganda. Sie ermöglichte es dem Verein zudem, sich auf der ganz großen Libori-Bühne am gut besuchten Rathausplatz zu präsentieren. Und das sogar mit Unterstützung des Paderborner Bürgermeisters Michael Dreier. Ein Traum für jedes gemeinnützige Projekt und daher aus Vereinssicht quasi der krönende Abschluss eines rauschenden Libori Festes! Weiterlesen »
Mädchen und Jungen der Grundschule Lindenhof erlaufen tolle Spendensumme
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lindenhof in Büren haben sich erneut ordentlich stark gemacht für den guten Zweck: Insgesamt haben sie die beachtliche Summe von 5.270,90€ bei einem Sponsorenlauf „erlaufen“. 3.000€ davon für den Odissa-Charles-Verein!
Wir freuen uns sehr über diese tolle Spendensumme, die den Kindern in Uganda zugute kommt. Die Vereinsvorsitzende Anne Grothe hat den Kindern der Lindenhof-Schule an einem Vormittag erzählt, wie es den Kindern in Uganda geht und wofür der Verein das erlaufene Spendengeld einsetzen wird.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über das tolle Spendenergebnis
Einladung zur Veranstaltung am 7. August
Am Sonntag, 7. August um 14 Uhr laden wir herzlich zu einem kurzweiligen Vortrag ins Amalthea-Theater Paderborn ein. An den Foto-Vortrag durch die Vereinsvorsitzende Anne Grothe schließt sich ein offener Austausch bei Kaffee und Kuchen mit Uganda-erfahrenen Vereinsmitgliedern an.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über die Arbeit unseres Vereins zu informieren. Besonderer Fokus liegt auf den aktuellen Herausforderungen nach dem zweijährigen Corona-Lockdown in Uganda und den dramatischen Folgen durch den Ukraine-Krieg. Neben den Nothilfen und den teils lebensrettenden Maßnahmen, die der Verein leistet, sollen bei der Veranstaltung auch die nachhaltigen Erfolgsgeschichten des Vereins präsentiert werden.
Wir freuen uns auf die persönliche Begegnung!
Inflation trifft Armut – Mit Sparmaßnahmen und Co-Sponsoring durch die Krise

Uganda zählte bereits vor dem Beginn der Corona-Pandemie zu den ärmsten Ländern der Welt. Der fast zweijährige Lockdown hatte diese Situation bereits verschärft und nun verursacht der Krieg in der Ukraine zusätzliche extreme Preissteigerungen. Die Inflation trifft Menschen, die trotz großer Bemühungen schon unter normalen Umständen kaum von der Hand in den Mund leben können.
Auch für unseren Verein ist die Verdopplung und teilweise sogar Verdreifachung der Preise eine riesige Herausforderung, die wir in dem Ausmaß nicht einplanen konnten. Hier einige Beispiele von Dingen, die unsere unterstützten Kinder und Familien regelmäßig benötigen:
- Maisbrei, 1kg: 1.500 UGX (= Uganda Shilling) – jetzt 2.200 UGX (0,55€)
- Öl, 5L: 28.000 UGX – jetzt 40.000 UGX (10€)
- Seife: 3.000 UGX – jetzt 9.000 UGX (2,25€)
- Silberfisch, 1 große Tasse: 5.000 UGX – jetzt 7.000 UGX (1,75€)
- Hefte: 3.200 UGX – jetzt 5.500 UGX (1,38€)
- Schuhe: 30.000 UGX – jetzt 60.000 UGX (15€)
- Matratze: 70.000 UGX – jetzt 100.000 UGX (100€)
Schule nach dem Lockdown: Vorfreude – Ernüchterung – Zuversicht!

Ein großes Aufatmen ging im Januar 2022 durch Uganda: Nach rund zwei Jahren Corona Lockdown durften die Schulen wieder öffnen. Auch wir haben aufgeatmet, denn die von uns unterstützten Kinder brauchten dringend Normalität, Struktur und Perspektiven. Mit Freude und Stolz konnten wir im Februar berichten, dass tatsächlich alle Kinder in die Schule zurückgekehrt sind.
Uganda teilt das Schuljahr in drei Abschnitte (Terms), von denen der erste inzwischen abgeschlossen ist. Ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz! Bei Veränderungen oder Neuanfängen folgt der Phase der Euphorie oft eine Phase der Ernüchterung. Das haben auch die größeren Kindern erlebt, Weiterlesen »
Fröhliche Ostertage – Kleines Budget und ganz viel Herzblut

Wie in anderen christlich geprägten Ländern, ist Ostern auch in Uganda ein besonderes Ereignis, das ausgiebig und fröhlich gefeiert wird. Vor Corona haben wir seitens des Vereins daher ein größeres Osterfest ausgerichtet, wozu auch Verwandte der unterstützten Kinder eingeladen wurden. Aufgrund der dramatisch angestiegenen Lebenshaltungskosten, müssen wir aktuell leider in vielen Bereichen den Rotstift ansetzen. So fielen die Osterfeierlichkeiten in diesem Jahr bescheidener aus, was dem Vergnügen aber letztlich keinen Abbruch tat.
An allen vier Ostertagen haben wir einzelne Gruppen Weiterlesen »